Über mich - Christine Freudenberg-Drews

Über mich

Mein Name ist Christine Freudenberg-Drews. Bereits in frühen Jahren entwickelte sich meine Freude mit Farben und Textilien zu experimentieren. Über Umwege gelang ich zum Textildesignstudium in Hamburg, war Studentin von Prof. Wolf Bauer, dessen Lehre ich bis heute sehr wertschätze.

„Reduktion auf das Wesentliche und die Natur ist der beste Inspirationsgeber.“

Durch die erfolgreiche Teilnahme von Designwettbewerben innerhalb des Studiums, öffneten sich einige Türen in der Industrie.

Folgend war ich viele Jahre in der Teppichindustrie als Koloristin und in der Entwicklung tätig.

Ab 2001 beschloss ich andere Wege zu gehen. Eine 3-jährige, spannende Tätigkeit, die sich über verschiedene Firmen in Saudi Arabien, Indien, Frankreich und Deutschland erstreckte. Designer Training, Kollektionsgestaltung. Produktionsbegleitung.

Aus Passion und Leidenschaft, mit einem ganzen Bündel an Erfahrungen und Kenntnissen, wurde dann 2004 DREBERG DESIGN gegründet. Durch Kooperationen sind die Teppiche mittlerweile europaweit vertreten.

Christine Freudenberg-Drews
Designer Training in Jalandhar.

Wundervolles Indien

Meine erste Reise nach Indien führte mich 2001 nach Jalandhar, unweit des Himalaya Gebirges. Einer der größten Textilproduzenten Indiens rief mich, um vor Ort ein „Designer Training” zu leiten. Sie wollten mehr über den eurpäischen Geschmack lernen, um in diesen Märkten erfolgreich zu sein. Während meines Aufenthaltes in Nordindien habe ich die Liebe zu diesem Land und dessen Menschen entdeckt.

Eine kleine Anekdote: „Meine“ Designer folgten stets sehr aufmerksam meinen Vorträgen. Üblicherweise fragt man als Referent natürlich, ob alles soweit verstanden wurde…, doch es folgte ein Kopfschütteln… Zunächst habe ich dafür meine nicht perfekten Englischkenntnisse verantwortlich gemacht. Also begann ich das Gesagte eben noch einmal zu erklären – wieder folgte ein Kopfschütteln. Meine Verunsicherung stieg…, so schlecht konnte mein Englisch doch gar nicht sein, es klappte doch sonst immer ganz gut!

Endlich erlöste mich ein junger Inder und erklärte, das „indische Ja „ist ein Kopfschütteln, von rechts nach links, was für den Europäer ein klares Nein bedeutet. Wir lachten alle herzhaft – es war eine wunderschöne Zeit.

Zum Abschied boten mir die indischen Designerinnen an, meine Hände mit Henna zu bemalen. Sie schenkten mir indischen Schmuck, versahen mich mit dem Bindi (indischen Punkt) und eben der Henna Bemalung. Ich konnte es einfach nicht ausschlagen, und ließ diese Prozedur über mich ergehen. Ich hatte das Gefühl, dass ich für den Moment ein wenig wie sie sein sollte.

So stieg ich also in das Flugzeug zurück nach Deutschland… meine Familie war so überrascht! Wir mussten alle schmunzeln – und herzhaft lachen!

Die Warmherzigkeit und Neugierde der Inder, die Religionen, der Duft der Gewürze, und die berauschenden Farben üben bis heute eine Faszination auf mich aus und füllen mich mit großem Respekt. Zu meinen Lieferanten habe ich einen sehr persönlichen, fast freundschaftlichen Kontakt. Begleitet von Bewirtungen im eigenen Haus und Erkundungen des uns doch so fremden Kontinents, entwickeln wir gemeinsam neue Produkte und verbessern ständig die Qualität.

Das gegenseitige Vertrauen ermöglicht gute Geschäftsbeziehungen. Die Produktionen begleite ich vor Ort. Ich kenne die Arbeitsbedingungen und kann so eine Herstellung ohne Kinderarbeit zusichern. Dafür steht im übrigen auch das Kaleen-Siegel, welches vor ca. 20 Jahren vom indischen Textilministerium ins Leben gerufen wurde.